Mundgeruch ist ein vielen eher unangenehmes Thema. Schätzungen zufolge hat jeder dritte Europäer zumindest zeitweilig mit Mundgeruch zu kämpfen ein echtes Volksleiden also. Die Ursachen des üblen Atems sind vielfältig.
Mehr als 70 Prozent der Gründe liegen in der Mundhöhle. Meist bemerken die Betroffenen ihr Problem selbst oder andere machen sie darauf aufmerksam. Der Hauch in die eigene Hand oder ein leeres Glas bringt dann vielfach Gewissheit. Igitt!
In der ersten Beratung steht ein Fragebogen im Mittelpunkt, der sich mit Lebensgewohnheiten, Anamnese und dem eigentlichen Hauptproblem besch äftigt. Der Fragebogen wird ausgewertet und anschließend der Mundstatus überprüft, denn meist liegt der Grund für den schlechten Atem im Nasen-, Rachen- oder Mundraum. Der Geruch entsteht, wenn Bakterien zum Beispiel Speisereste zersetzen und dabei Schwefelverbindungen oder andere Gase freisetzen. Vor allem eiweißhaltige Nahrungsmittel wie Milch oder Fisch begünstigen Halitosis. Weitere Faktoren sind verminderter Speichelfluss, Rauchen, Mundatmung, Schnarchen, Stress und Fastenperioden.
In erster Linie ist aber eine mangelhafte Mundhygiene Schuld an dem Übel. Nach einer Behandlung von Paradontitis (entzündliche Zahnbetterkrankungen), Zahnsteinentfernung und der Reinigung der Zunge, steht der Beseitigung des Problems in 95 Prozent der Fälle nichts mehr im Wege. Dann ist Prophylaxe das Zauberwort. In den folgenden zwei Wochen nach dem Beratungsgespräch sollte der Mundraum täglich gründlich mit Zahnbürste und -pasta, Zungenreiniger und Mundspüllösung gegen Bakterien behandelt werden. Zusätzlich sollte zweimal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden, um den Mund gesund zu halten.

Beläge auf der Zunge sind eine häufige Ursache
Sollte sich der Mundgeruch jedoch nicht bessern, kann zusätzlich ein Abstrich genommen werden, um eventuellen organischen Ursachen auf den Grund zu gehen.